Vanlife mit Hund – 

Darauf solltest du achten

Am liebsten haben wir unseren Dicken immer und überall bei uns. Da ist es doch klar, das er auch mit auf die Trips kommt. Roadtrips sind für Hunde ideal, um auch den Urlaub mit seinen Liebsten genießen zu können. Der Hund kann sich viel freier bewegen, du hast nie das Hotel Problem und gleichzeitig einen Beschützer bei dir. Zum Glück ist das Reisen mit Hund innerhalb Europas relativ problemlos. Trotzdem gibt es die eine oder andere Kleinigkeit zu bedenken, wenn du deinen geliebten Vierbeiner mitnehmen willst. 

Wir reisen seit vielen Jahren mit Hund im Bus und unsere Tips sind Erfahrungen, die wir gerne weiter geben wollen, damit ihr entspannte Urlaube mit eurer Fellnase habt.

#1 Internationaler Heimtierausweis

Wenn ihr mit eurem Hund viel reisen wollt und vor allem außerhalb Deutschlands, braucht ihr unbedingt einen EU-Heimtierausweis. Ohne diesem darf euer Hund garnicht in andere Länder reisen! Diesen Ausweis könnt ihr ganz einfach bei eurem Tierarzt anfertigen. Kostet Zwischen 5 – 20 €. Das variiert je nach Tierarzt. Der kann dann auch gleich alle nötigen Impfungen vornehmen und eintragen, diese Kosten kommen natürlich noch dazu.

#2 Impfungen 

Damit euer Liebling bei euren Abenteuern auch gesund bleibt, solltet ihr ihn ausreichend mit den richtigen Impfungen schützen. Bei Reisen innerhalb der EU ist eine Tollwut Impfung notwendig. Sollte der Hund jünger als 3 Monate und nicht geimpft sein, beachtet die jeweiligen nationalen Bestimmungen, da viele EU-Länder die Einreise von ungeimpften Tieren verbieten. Am besten frühzeitig das Impfbuch checken, denn die Tollwutimpfung darf nicht innerhalb der Reisezeit ablaufen und muss vor Einreise mindestens 21 Tage her sein.

#3 Micro chip

Seit 2011 müssen Heimtiere unbedingt mit einem Microchip ausgestattet sein. Wir können es auch nur empfehlen. Denn sollte eurer Hund mal verloren gehen, kann man ihn überall ganz einfach anhand des Chips identifizieren. Den Microchip könnt ihr auch wieder bei eurem Tierarzt setzen lassen. Da kann man mit ungefähr 10€ für den Chip + die Kosten für das Setzenlassen des Chips rechnen.

Wichtig! Registriert euren Hund mit dessen Chipnummer bei einem Haustierregister wie z.B. Tasso e.V. 

#4 Besondere Länderbestimmungen oder Krankheiten

Informiert euch vor jeder Einreise in ein neues Land über die jeweiligen Länderbestimmungen für eure Haustiere und auch ganz wichtig, über Krankheiten die in diesen Ländern vorkommen. 

#5 Eine Hundemarke mit Telefon Nummer

Es passiert schonmal, dass der Hund ausbüchst. Damit Einheimische erkennen, dass der Hund jemanden gehört und im besten Fall auch gleich helfen können, solltet ihr eurem Hund eine Marke mit eurem Namen und einer Telefonnummer ans Halsband anbringen. 

#6 Kopie deiner Hunde Haftpflichtversicherung

Im besten Fall hat euer Hund auch eine Haftpflicht Versicherung. Denn er muss nur mal beim Spielen gegen ein parkendes Auto rennen oder etwas anknabbern und dann müsst ihr richtig blechen. Das und noch vieles mehr deckt eine Hunde-Haftpflichtversicherung ab. Da auch im Urlaub viel passieren kann, vergesst nicht immer eine Kopie der Versicherungsunterlagen dabei zu haben! Und Wichtig dabei ist, dass die Hundehaftplicht auch im Ausland greift, denn sonst bringt sie euch dort auch nichts 😉

#7 Erste Hilfe Kit für Hunde

Natürlich hoffen wir, dass unserem geliebten Freund nie etwas passiert. Aber wenn wir realistisch sind, kann das leider schnell passieren. Deshalb solltet ihr zur Not immer ein erste Hilfe Kit dabei haben. In dem sollte Zeckenzange, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und evtl. Entzündungshemmende und Schmerzstillende Mittel wie z.B. Metacam nicht fehlen. Sehr empfehlen können wir Manuka Honig! Dies ist ein tolles Naturheilmittel, welches antibakteriell und wundheilend wirkt ohne direkt die Chemiekeule auszupacken. Bei kleineren Wunden hat es unserem Wuffi bisher wunderbar geholfen.

Um zu vermeiden, dass sich kleine Verletzungen entzünden und zu etwas Größerem werden, hilft es den Hund jeden Abend in Form von Streichel und Schmuseeinheiten auf Verletzungen abzusuchen und zu checken, ob alles ok ist. 

#8 Futter gut verschliessen

Eine Erfahrung, die wir vor vielen Jahren auf Korsika machen mussten. Wir wunderten uns schon, warum unser Hund, der Fresssack Nr. 1, sein Futter nicht anrührte. Bei näherer Betrachtung haben wir dann das Ameisenfolk entdeckt, denen das Futter wohl genauso gut geschmeckt hat. Durch die ganze Ameisensäure wurde das Futter allerdings ungenießbar für unsere Fellnase und wir mussten den ganzen Sack weg schmeißen. Seitdem achten wir immer darauf, dass das Hundefutter immer gut verschlossen ist und seither haben wir auch keine Überraschung mehr erlebt. 

Allgemeiner Tipp: achtet bei dem Futter für euren Freund darauf, dass es hochwertig ist. Sprich einen sehr hohen Fleischanteil hat (mind 50 %) und wenig bis kein Getreideanteil. In fremden Ländern kann das schwierig sein, deswegen versuchen wir immer einen guten Vorrat dabei zu haben. Besonders wenn euer Hund Unverträglichkeiten oder Allergien hat und ein spezielles Futter braucht, solltet ihr euch genügend eindecken.

#9 Leinen & Maulkorbpflicht

In vielen Ländern gilt eine allgemeine Leinenpflicht und je nach Rasse oder Situation (z.B. im Museum oder öffentliche Verkehrsmittel) kann es sein, dass man einen Maulkorb braucht. Dabeihaben schadet also nicht.

Auch bei dem Strandbesuch müssen Hunde oft angeleint bleiben, manche Länder sind da entspannter als andere, aber oft gibt es auch extra Strandabschnitte, an denen man den Hund nach Herzenslust laufen lassen kann.

#10 Mit Hund auf Campingplätzen

Normalerweise Campen wir immer wild. Wenn ihr aber doch lieber auf einen Campingplatz wollt, ist es wichtig zu wissen, ob der Vierbeiner auch Willkommen ist. Wir haben es schon erlebt, dass Rassen wie Rottweiler, Pitbull, Schäferhund und Dobermann verboten waren! Leider völliger Schwachsinn, weil nicht die Rasse den Hund böse macht, aber nun gut. So waren die Regeln und unser Schäferhund Mix war somit nicht Willkommen. Doch die meisten Campingplätze sind zum Glück hundefreundlich! Trotzdem sollte man darauf achten, dass sich niemand von unseren Hunden gestört fühlt. Sprich nehmt ihn lieber an die Leine und räumt unbedingt seine Hinterlassenschaften weg. So hat keiner einen Grund sich über unsere Freunde aufzuregen und sie bleiben weiterhin Willkommen.

Wichtig noch zu wissen: Auf fast allen Campingplätzen kosten Hunde extra. In der Regel sind es nur ein paar Euronen. Außerdem wollen sie manchmal den internationalen Heimtierausweis sehen.

#11 Der Hund alleine im Van

Nicht immer und überall kann man den Hund mitnehmen und so muss der Hund auch mal alleine im Van bleiben. Am besten gewöhnt man ihn schrittweise daran. Erst geht man 5 Min. weg, dann 10, dann 30, dann mal 1 Std. und so kann man dann auch mal ein paar Stunden weg bleiben, ohne das der Hund total gestresst ist oder Verlustängste bekommt. Manchen Hunden hilft es, wenn die Rollos unten sind (was ich bei hohen Temperaturen immer tun würde, damit die Sonne nicht so rein knallt) und manche Hunde gucken gerne aus dem Fenster. Bei unserem Malinois Schäferhund hilft es am besten, wenn er so wenig Reize von der Außenwelt mitbekommt wie möglich. Das stresst ihn am wenigsten. Außerdem achten wir immer sehr auf eine gute Luftzirkulation, indem wir die Dachluke und ein paar Fenster einen kleinen Spalt offen lassen. Sollte es aber einfach zu heiß sein, sollte man den Hund nicht alleine im Bus lassen und das eine oder andere eben ausfallen lassen.